Mai 25, 2020

Worauf bei einem Kauf von Springpferden achten?

Es gibt viele unterschiedliche Pferde, sowohl vom Körperbau als von der Muskulatur unterscheiden sich die Tiere. Einige Typen eignen sich besser zum Springen als andere Typen.

Welche Springen soll das Pferd bestreiten?

Die möglichen Einsätze für ein Springpferd sind unterschiedlich. Es gibt zehn verschiedene Schwierigkeitsstupfen. In der leichtesten Stufe genannt Einsteiger sind Hindernisse 85 cm hoch und genauso breit. Es gibt eine 2-fach Kombination und keine 3-fache Kombination. Ein Wassergraben fehlt ebenfalls. Findet das Springen drinnen statt, sind mindestens sechs Hindernisse vorhanden und draußen mindestens sieben Hindernisse. Zum Vergleich die schwierigste Klasse, genannt S****(Schwer). Hier sind die Hindernisse 1,55 m hoch und beliebig breit. Es steht frei wie viele 2-fach und 3-fach Hindernisse vorhanden sind. Der Wassergraben ist maximal 4,50 M breit. Und es gibt mindestens 10 Hindernisse drinnen und 11 Hindernisse draußen. Dann gibt es noch das Springen im Gelände. Da ist deutlich zu erkennen, wie unterschiedlich die Anforderungen an das Tier sein, je nachdem welches Springen der Reiter ausführen möchte. Dazu kommt die Erfahrung des Reiters. Ein Anfänger im Springreiten profitiert von einem erfahrenen Pferd. Ein unerfahrenes Pferd, benötigt einen erfahrenen Reiter.

Die Kosten für das Pferd

Der Kaufpreis ist bei einem Pferdekauf nur ein Posten. Ein Pferd hat viele laufende Kosten, wie die Stahlmiete, regelmäßige Kontrollen durch den Hufschmied und Sattler, die Zähne müssen regelmäßig untersucht werden und es benötigt in regelmäßigen Abständen Impfungen und sein Futter. Da kommt schnell einiges zusammen. Leider sind bei den Pferdeverkäufern viele schwarze Schafe unterwegs, die alte oder kranke Tiere für kleines Geld verkaufen. Hier kann man zum Beispiel ein Springpferd kaufen.

Auf was sollte man beim Kauf achten?

Grundsätzlich sollte man jemanden dabei haben, der sich mit Pferden auskennt und nicht emotional in den Kauf involviert ist. Ist das Pferd überraschend günstig, ist Vorsicht geboten. Wenn der Verkäufer Zeit gibt sich gründlich mit dem Tier zu befassen, ist das gut. Drängelt er zum Verkaufsabschluss, ist es ein Zeichen vorsichtig zu sein. Wie ist der optische Eindruck? Ein gesundes Fell ist glänzend und glatt. Die Rippen sollten nicht sichtbar sein. Die Hufe müssen gepflegt sein. Ist das Hufeisen besonders dünn, ist der Hufschmied überfällig. Auf dem hintern Teil des Pferdes und im Schweif darf kein Kot sichtbar sein. Die Bauchmuskulatur darf sich nicht beim Atmen mitbewegen. Pferde haben wie alle anderen Zuchttiere Papiere. Sind diese Papiere stimmig? Hier gibt es viele Schummelmöglichkeiten. Darf man das Pferd Probereiten? Es ist wichtig das Reiter und Pferd zusammenpassen. Bevor das Pferd endgültig gekauft wird, sollte der Tierarzt des Vertrauens eine Ankaufuntersuchung, kurz AKU durchführen.

Was ist die Ankaufsuntersuchung?

Wie gut eine Ankaufuntersuchung ist, kurz AKU hängt von der Erfahrung des Tierarztes ab. Es ist natürlich möglich, dass ein Tierarzt, der vom Verkäufer kommt, zu dessen Vorteil arbeitet. Es gibt eine kleine und eine große AKU.

Die kleine AKU:
Diese sollte auf jeden Fall bei einem Pferdekauf durchgeführt werden. Sie kostet zwischen 100 und 250 Euro. Sie beinhaltet:

  • Abchecken des Allgemeinzustandes
  • Atemfrequenz und Puls kontrollieren
  • Beine und Rücken abtasten
  • Belastungsprobe
  • Bewegungsapparat im Trab beurteilen
  • Haut und Fell kontrollieren
  • Herz und Lunge abhören
  • Nervensystem, der Augen, das System der Atmung und den Kot untersuchen
  • Temperatur messen

Die große AKU:
Selbst der beste Tierarzt kann einiges nur mit Geräten feststellen. Hier liegen die kosten bei 500 bis 1.500 Euro. Es gehören zehn Röntgenbilder dazu, genau wie eine Endoskopie, eine Ultraschalluntersuchung, eine Blutuntersuchung und eine Samenuntersuchung, falls es sich um einen Hengst handelt. Je nach Befund gibt es vier Klassen. Klasse 1 bedeutet kein Befund und Klasse 4 Befunde, die erheblich von der Norm abweichen und klinische Erscheinungen wahrscheinlich machen. In die vierte Klasse fallen leider mehr als 50 Prozent der untersuchten Pferde.

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