September 21, 2021

Wie werde ich Mäuse los?

Der eine findet sie niedlich, der andere fürchtet sie, egal, wie du selber zu der Maus stehst, eine Maus im Haus ist ein Plagegeist, ganz definitiv! Mäuse fressen das Essen an, du kannst nichts mehr offenstehen lassen und selbst durch Plastikdosen können sie sich manchmal durchbeißen. Es gibt fast nichts, was eine Maus nicht kaputt bekommt. Auch machen Mäuse einen Riesenkrach. Eine Maus im Schlafzimmer ist wahrlich kein Spaß. So klein sie ist, so viel Lärm macht sie, wenn sie anfängt zu nagen. Und wer schon einmal die Nacht durchgemacht hat, weil die Maus genervt hat, wird vermutlich nicht mehr lange ein großer Mäusefreund sein.

Nur – was tun, wenn die Maus nun schon im Haus ist?

Es gibt verschiedene Formen der Mäuseabwehr.

Mausefallen

Du kannst zum Beispiel versuchen, die Maus mit einer Lebend- oder Schlagfalle zu fangen. Die Schlagfalle bringt die Maus um. Dem geneigten Tierfreund mag dies zuwider sein. Auch richtig, denn Mäuse haben ein Recht zum Leben, nur nicht unbedingt im eigenen Haus. Auch hat die Schlagfalle den Nachteil, dass noch kleine Mäuse manchmal in der Lage sind, den Köder zu schnappen, ohne dass die Falle zuschlägt. Wichtig ist unbedingt, dass du eine Schlagfalle mehrmals täglich kontrollierst, damit nicht womöglich eine arme Maus in ihr qualvoll verendet.

Besser ist eine Lebendfalle, denn wie der Name schon sagt, werden die Tiere in dieser Falle gefangen und überleben den Vorgang. Eine Lebendfalle ist wie ein kleiner Gitterkäfig mit einem Köder, der zu schnappt, sobald die Maus an den Köder gelangt. Dann sitzt sie in der Falle, die Maus, und du kannst sie wieder auswildern. Wichtig ist, dass du die Mäuse weit genug von deinem Wohnort wegbringst. Es werden tatsächlich bis zu 15 km empfohlen.

Auch zu bedenken ist, dass diese Art des Mäusefangens nur funktioniert, wenn du alle anderen Nahrungsquellen verschließt. Denn nur so hat die Maus eine Motivation sich dem Köder in der Lebendfalle zu nähern.

Als Köder eignet sich zum Beispiel hervorragend Erdnussbutter oder auch Nutella.

Mäusegift

Mäusegift funktioniert zwar recht zuverlässig, ist jedoch nicht nur für die kleinen Nager gefährlich, sondern ebenfalls für Mensch und Tier. D.h., kommt ein Hund mit dem Mäusegift in Kontakt, kann er schwere Vergiftungserscheinungen bekommen. Auch du selbst solltest dich von dem Gift fernhalten. Wenn du es trotzdem auslegen willst, beachte auf jeden Fall detailliert die Gebrauchsanweisung und benutze Handschuhe. Besser ist jedoch den Einsatz von Giftstoffen einem Fachmann zu überlassen. Denn dieser kennt sich mit den Giften und auch mit den gesetzlichen Bestimmungen besser aus und kann im Vorfeld klären, ob die Mäuse nicht auch giftfrei vertrieben werden können.

Mäuseabwehr durch Ultraschall

Die Idee ist prima: Der Ultraschall ist für Menschen nicht hörbar, für sämtliche Mäusearten jedoch sehr unangenehm. Daraus entstand die Idee, Mäuse mit Ultraschall zu vertreiben. Das Ganze funktioniert schon, jedoch nur auf einer sehr kleinen Fläche. Zum Beispiel in einer kleinen Speisekammer kannst du den Ultraschall erfolgversprechend einsetzen. In einem großen Haus jedoch, ist diese Art der Mäuseabwehr aussichtslos. Da brauchst du viele Geräte, dies ist jedoch eine teure Angelegenheit. Denn ein einziges Gerät kostet schon zwischen 10 und 50 €.

Mäuseabwehr durch Gerüche

Wenn du Mäuse ohne Gift vertreiben möchtest, kannst du zum Beispiel starke Gerüche einsetzen. Mäuse mögen keine ätherischen Öle, zu denen zum Beispiel Minze und Kamille zählt, auch gebrauchte Katzenstreu und Terpentin lieben sie nicht. Mit der Pfefferminze oder dem Terpentin kannst du getränkte Baumwolllappen in der Nähe der Nistplätze der Mäuse auslegen. Hierfür musst du jedoch wissen, wo sich diese befinden. Manchmal gar nicht so einfach, sie im Haus zu entdecken. Die Katzenstreu kannst du in kleinen Säckchen entlang der Laufwege der Mäuse positionieren. Die Laufwege findest du meist schnell, der Mäusekot wird höchstwahrscheinlich ins Auge stechen.

Mäuseabwehr durch die Katze

Tatsächlich, die Katze ist zur Mäuseabwehr das einfachste, effektivste und dazu noch natürlichste Mittel. Allerdings – wenn du auf die Idee kommst, dir nur eine Katze anzuschaffen, um die Mäuse zu vertreiben, ist dies fragwürdig. Denn die Katze ist ein Tier, sie hat Bedürfnisse, diese musst du erfüllen und die Katze will wie jedes Lebewesen auch, geliebt werden. Bist du kein Katzenfreund, dann sieh von der Mäuseabwehr durch die Katze ab.

Mäuseabwehr durch den Profi

Es gibt Situationen, in denen du den Mäusen vermutlich nicht mehr selber Herr wirst. Ist die Mäusepopulation in deinem Haus schon so groß, dass du die kleinen Nager auch am Tage herum flitzen siehst, solltest du dich an einen Kammerjäger wenden. Denn Mäuse im Haus zu haben ist nicht nur unschön, Mäuse können gemeine Krankheiten übertragen und dem gilt es vorzubeugen.

Ein Kammerjäger wird zunächst die Stärke des Befalls analysieren und anschließend das detaillierte Vorgehen mit dir besprechen. Vor deinem Einsatz wird er dich über die anfallenden Kosten informieren und auch über die geschätzte Bekämpfungsdauer.

Da Mäuseabwehr Privatsache ist, heißt dies, dass du den Kammerjäger selbst bezahlen musst. Wohnst du in einer Mietwohnung, sprich mit deinem Vermieter. Mäuseabwehr ist eine sogenannte Kulanzfrage. Da Mäuse jedoch auch die Bausubstanz beschädigen können, sind Vermieter häufig bereit, dir entgegenzukommen.

Wie kannst du einem Mäusebefall vorbeugen?

Um dem Mäusebefall vorzubeugen, kannst du verschiedene Maßnahmen einleiten. Gerade, wenn du es schon mit Mäusen zu tun hattest, macht es Sinn, alles zu unternehmen, um erneuten ungebetenen Gästen den Zutritt ins Haus nicht zu gewähren.

Fang mit deinem Kompost an. Ein Komposthaufen, auf dem Essensreste und tierische Abfälle lagern, zieht Mäuse an. Auch offengelagertes Tierfutter wirkt wie ein Magnet auf Mäuse. Also bitte Tierfutter in geschlossenen Behältern lagern und den Komposthaufen von Essensresten freihalten.

Sauberkeit ist ein weiteres Thema. Überall wo die Mäuse sich ungestört fühlen und viele Möglichkeiten zum Verstecken und Nisten finden, siedeln sie sich gerne an. D.h., du solltest dein gesamtes Haus inklusive Dachboden, Garage und Keller in Ordnung halten.

Müllsäcke sollten ebenso fest verschlossen werden und erst am Tag der Müllabfuhr nach draußen gestellt.

Vorräte solltest du nicht offen lagern und Vorratskammern regelmäßig ausräumen und reinigen. Essen sollte in Plastikbehältern aufbewahrt werden. Dies gilt insbesondere für Mehl, Nüsse, Nudeln, Trockenfrüchte und Getreide.

Auch bauliche Maßnahmen sind hilfreich, um die Mäuse abzuhalten. Türen und Fenster sollten auf jeden Fall dicht sein. Lebst du in einem stark befallenen Gebiet, sind möglicherweise stabile Drahtgitter mit maximal 5 mm Maschenweite zu montieren. Türen mit Gummilippen und Bürstenstreifen musst du abdichten. Auch Versorgungsleitungen sowie Decken- und Wanddurchbrüche müssen ebenso sorgfältig verschlossen werden. Hierzu eignet sich zum Beispiel Bauschaum, manchmal sind auch Rohrmanschetten eine Alternative.

Unterm Strich: Mäuse im Haus sind unangenehm, du kannst sie jedoch loswerden. Ob du es selbst schaffst oder ein Kammerjäger vonnöten ist, liegt an der Größe der Population. Bist du die Mäuse endlich los, solltest du alle geeigneten Maßnahmen ergreifen, damit dein Haus mäusefrei und du gesund bleibst.

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