August 13, 2022

Mythen um Tiere

Es gibt zahlreichen Mythen rund um Tiere, die sich seit vielen Jahren hartnäckig halten. Einige davon erscheinen uns vielleicht als vollkommen normal, andere dagegen als völlig absurd. Doch was ist wirklich dran an den bekannten Tiermythen?

Stiere reagieren auf die Farbe Rot

Zahlreiche Menschen glauben, dass Stiere auf das rote Tuch der Stierkämpfer reagieren und die Farbe Rot in ihnen Wut auslöst. Da Rinder in ihren Augen keinerlei Rezeptoren für rote Farbe haben, erweist sich dieser Mythos jedoch als falsch. Stiere reagieren also nicht auf die spezifische Farbe des Tuchs, sondern auf dessen schnelle Bewegungen. Für das Stier könnte das Tuch ebenso gut blau oder gelb sein. Die Farbe Rot hinterlässt lediglich beim Publikum einen stärkeren Eindruck.

Tausendfüßler haben tausend Füße

Tausendfüßler gehören zu den Gliederfüßlern, die tatsächlich eine Vielzahl von Beinen haben – aber sind es tatsächlich 1000 Füße? Lange Zeit wurde angenommen, dass der Illacme plenipes mit seinen maximal 750 Beinen der Tausendfüßler mit den meisten Füßen weltweit ist. Im Dezember 2021 wurde in Australien schließlich
der erste Vertreter seiner Art entdeckt, der seinem Namen wirklich gerecht wird. Der neu entdeckte Tausendfüßler hat tatsächlich über 1300 Füße. Dieser Mythos hat sich also als wahr erwiesen.

Schwarze Katzen bringen Pech

Dass schwarze Katzen Unglück bringen, hat sich mittlerweile teilweise als Aberglaube erwiesen. Trotzdem gibt es auch heute noch viele Menschen, die erschrecken oder sich fürchten, wenn eine schwarze Katze ihnen den Weg kreuzt. Vor einigen Jahrhunderten war der Mythos allerdings noch so weit verbreitet, dass die dunklen Tiere mit dem Teufel und Hexen in Verbindung gebracht wurden und von ängstlichen Menschen sogar attackiert wurden. Mehr zum Aberglauben rund um die schwarze Katze erfahren Sie hier.

Elstern sind diebisch

Bis heute kursieren viele Geschichten rund um die diebische Elster. Den Vögeln wird nachgesagt, dass sie alles, was funkelt und glänzt stehlen und in ihr Nest tragen. Dass dies nicht wahr ist, wurde von Forschern mittlerweile zwar bewiesen – der Mythos hält sich aber weiterhin. Dies liegt daran, dass Elstern ausgesprochen neugierige und intelligente Vögel sind. Sie heben ab und zu fremde Gegenstände auf, um diese zu beschnuppern und zu untersuchen. Selbstverständlich können darunter gelegentlich auch Schmuckstücke und andere glänzende Gegenstände sein. In der Regel lassen Elstern diese aber wieder fallen, statt sie in ihr Nest zu entführen.

Die Punkte des Marienkäfers verraten sein Alter

Viele Menschen sind der Überzeugung, dass die Punkte des Marienkäfers Aufschluss über sein Alter geben. Dieser Mythos ist aber absolut falsch – die Anzahl der Punkte auf dem Rücken des Marienkäfers ändern sich im Laufe seines Lebens überhaupt nicht. An den Punkten kann man stattdessen die genaue Art des Käfers entdecken, denn viele Arten sind nach der Anzahl der Punkte benannt. Es gibt weltweit etwa 4500 Marienkäferarten, darunter den Zweipunkt-, Vierpunkt- und Siebenpunkt-Marienkäfer. Mehr über die gepunkteten Käfer erfahren Sie hier.

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