Dezember 3, 2020

Hundekrankenversicherung: Wie sinnvoll ist eine Krankenversicherung für Hunde?

Hunde sind außergewöhnliche Haustiere. Als treue Begleiter in allen Lebenslagen bereichern sie das eigene Leben maßgeblich. Doch das enge Band, das Tier und Mensch verbindet, kann durch Krankheit oder Verletzung schlimmstenfalls zerrissen werden. Grund dafür sind unter anderem die teils enorm hohen Tierarztrechnungen, die sich viele Hundebesitzer schlichtweg nicht leisten können. Angesichts der finanziellen Situation vieler Haushalte bietet sich daher der Abschluss einer sogenannten Hundekrankenversicherung an.

Welche Leistungen bietet die Hundekrankenversicherung?

Gesundheitliche Probleme sind leider allgegenwärtig. Dabei kann es nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere treuen Haustiere treffen. Vor allem Hunde besitzen ein nicht unerhebliches Risiko für Verletzungen oder andere Krankheiten. So können sich diese beim Spaziergang verletzen, mit zunehmendem Alter schwer erkranken oder unter anderen chronischen Beschwerden leiden. In diesen Fällen schützt eine Hundekrankenversicherung den Besitzer vor hohen Kosten und das Tier vor großem Leid.

Die Versicherung übernimmt dabei je nach Tarif und Anbieter bis zu 100 Prozent der Behandlungskosten. Um die Leistungen der Tarife miteinander vergleichen zu können, bietet sich ein Hundekrankenversicherung Vergleich an, der außerdem die Kosten (monatliche Beiträge) der verschiedenen Policen miteinander vergleicht.

Folgende Leistungen lassen sich von einer Hundekrankenversicherung unter anderem abdecken:

  • Medikamente
  • Operationen
  • Stationäre und ambulante Behandlungen
  • Verbandsmaterial
  • Heilmittel
  • Anfertigung von Röntgenbildern
  • Vor- oder Nachsorge

Kosten einer Hundekrankenversicherung

Günstige Tarife für eine Hundekrankenversicherung beginnen bereits ab 20 Euro pro Monat. Je nach angebotenem Leistungsumfang, Alter und Rasse des Hundes kann eine Versicherung allerdings auch mehr als 100 Euro pro Monat kosten.

Die Versicherungsbeiträge setzen sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen. Je höher das Alter des Tieres, desto teurer für gewöhnlich die Versicherung. Auch Vorerkrankungen sowie die Risikoklasse des Tieres spielen hier eine entscheidende Rolle. Denn manche Vierbeiner sind deutlich anfälliger für Krankheiten und Verletzungen als andere Hunde.

Auch der Leistungsumfang beeinflusst die Höhe des Beitrags maßgeblich. Neben Vollversicherungen beschränken sich viele Krankenversicherungen für Hunde lediglich auf Operationen. Eine reine OP-Versicherung ist in der Regel deutlich günstiger als die voll umfassende Variante.

Auch Vertragsdauer und Zahlungsweise wirken sich auf den zu zahlenden Beitrag aus. Je länger der Versicherungszeitraum, desto höher fallen mögliche Rabatte aus. Verbraucher, die sich für eine jährliche Zahlweise entscheiden, können ebenfalls von einem Nachlass profitieren. Zuletzt variieren natürlich auch die Tarife verschiedener Versicherungsgesellschaften teils deutlich untereinander.

Wie findet sich der passende Tarif?

Die Anzahl verschiedener Tarife und Anbieter von Hundekrankenversicherungen auf dem Markt ist sehr groß. Umso wichtiger ist es, das individuell passende Angebot zu finden. Denn die Versicherungen unterscheiden sich nicht nur erheblich im Preis, sondern auch im angebotenen Leistungsumfang.

So schränken einige Tarife beispielsweise die Wahl des Tierarztes ein. Andere Policen sichern Hundebesitzern hingegen die freie Arztwahl zu. Während manche Tarife über einen umfassenden Auslandsschutz verfügen, punkten andere mit diversen Zuschüssen, alternativen Behandlungsmethoden und anderweitigen Boni. Viele Verträge beinhalten jedoch auch Erstattungsobergrenzen oder nehmen Hunde ab einem bestimmten Höchstalter nicht mehr auf.

Sie sehen: Die Wahl der geeigneten Versicherung kann zu einer großen Herausforderung werden. Um den richtigen Tarif zu finden, sollten Sie sich daher von Beginn an umfassend informieren. Hier helfen spezielle Vergleichsrechner, die aus einer Vielzahl von Anbietern und Verträgen den besten Tarif für Ihre Bedürfnisse ermitteln können.

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung?

Viele Hundekrankenversicherungen verfügen über die Möglichkeit einer Selbstbeteiligung. Diese kann entweder durch einen festen Betrag oder durch einen Prozentsatz an den Gesamtkosten festgelegt werden.

Die Entscheidung, eine Hundekrankenversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung abzuschließen, sollte jedoch gut überlegt sein. Zweifelsohne ist es so, dass eine Selbstbeteiligung den zu zahlenden Versicherungsbeitrag verringert. Auf der anderen Seite müssen Versicherte wissen, dass die Selbstbeteiligung jederzeit gezahlt werden muss, damit die Versicherung einspringt. Schon beim ersten Versicherungsfall muss sie zur Verfügung stehen und ist auch im Anschluss für jeden weiteren Fall zu zahlen.

Aus diesem Grund sollte die Selbstbeteiligung nicht zu hoch sein. Wenn Sie sich diese nicht ohne finanzielle Einschränkungen leisten können, bringen die Selbstbeteiligung und damit auch die Versicherung keinen Mehrwert für Sie. Achten Sie daher auf eine realistische und angemessene Selbstbeteiligung.

Fazit: Ist eine Krankenversicherung für Hunde sinnvoll?

Ob sich eine Hundekrankenversicherung für Hundebesitzer lohnt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So ist zum Beispiel der Gesundheitszustand des Tieres oder dessen Risikoklasse darüber entscheidend, ob eine Versicherung sinnvoll sein kann. Auch die finanzielle Situation des Hundebesitzers spielt eine wichtige Rolle. Was Verbraucherschützer von einer Krankenversicherung für Tiere halten, lesen Sie in diesem Artikel.

In jedem Fall sollte jedoch Wert darauf gelegt werden, dass ein geeigneter Tarif gewählt wird. Denn nicht jede Versicherung gewährt die gleichen Konditionen und Leistungen. Vor einem Abschluss sollten Sie daher unbedingt verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Wer mit einem Vergleichsrechner die passende Versicherung findet, ist im Ernstfall abgesichert.

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