Pferde

Die Kunst des Reitplatzbaus – Grundlegende Fragestellungen und Bedingungen.

Bevor man sich dazu entschließt einen Reitplatz zu bauen sollten einige Details überlegt und geplant werden. Nachfolgend soll erörtert werden, welche verschiedenen Arten es gibt, welche Kosten auf Sie zukommen werden, wie lange ein solches Bauvorhaben andauern wird und welche Art von Reitplatz für Ihr Pferd die beste Lösung ist.

Eine Vielzahl verschiedener Reitplatzarten.

Zunächst sollte man sich fragen, welche Anforderungen man an den Platz stellt um das richtige Modell für sich und seine Sportart zu finden. Grundsätzlich sollte ein guter Reitplatz verschiedene Kriterien erfüllen. Dies sind zum Beispiel eine grundliegende Tritt- und Rutschfestigkeit, gleichbleibende Eigenschaften über die komplette Fläche und eine lange Nutzungsmöglichkeit. Über die Grundanforderungen hinweg sollte allerdings auch darüber nachgedacht werden, für welche Sparte des Reitsportes der Platz genutzt werden soll, so ist ein Springplatz komplett anders aufgebaut als ein Dressurplatz. Des Weiteren muss überlegt werden wie der Platz be- und entwässert werden soll, ob die nötigen Maschinen zum schleppen oder wälzen da sind und ob der Platz im Winter zum Beispiel auch als Paddock genutzt werden soll.

Ein- und Zweischichtbauweise – der sehr zeitaufwändige Platz.

Diese oberflächenentwässernden Reitplätze funktionieren eigentlich nach einem ganz einfachen Prinzip. Das herunterkommende Regenwasser wird durch ein leichtes Gefälle zu meist einer Seite hin abgeleitet, so steht kein Wasser auf dem Platz und der Sand ist nicht zu trocken.

Vorteile: Keine Drainage notwendig, mit relativ wenig Kosten für den Bau verbunden
Nachteile: Zeitintensive Pflege, da das Gefälle erhalten werden muss, bei Regen fließt das gesamte Regenwasser zu einer Seite ab und verursacht meist Überschwemmungen, im Sommer muss gewässert werden

Dreischicht Bauweise – die Bauweise der meisten Plätze.

Bei dieser Art von Platz ist der Unterbau des Platzes das Geheimnis. Er besteht aus einer wasserdurchlässigen Tragschicht und verhindert so ungewollte Wasserlöcher auf dem Platz. Der Grund wird meist mit grobem Split aufgeschüttet, auf welcher danach Lochmatten gelegt werden. Zuletzt kommt eine feine Abstimmung verschiedener Sande um eine hohe Trittfestigkeit zu gewährleisten.

Vorteile: Kein Gefälle notwendig, lange Nutzungsdauer
Nachteile: viele verschiedene Materialien müssen besorgt werden

Ebbe-Flut-Bauweise – die Luxusversion eines Reitplatzes.

Durch ein bestimmtes System im Unterbau erfolgt die Bewässerung des Platzes von unten. Verschiedene Sensoren messen stetig die Feuchtigkeit des Platzes und lassen bei Trockenheit mehr Wasser in den Platz laufen.

Vorteile: Kein Bewässern mehr nötig, sehr geringe Pflege
Nachteile: Großer Aufwand bei etwaigen Reparaturen der Anlage

Auch die Kosten sollten nicht aus den Augen verloren werden.

Ganz klar sollte im Hinblick auf das Wohl der Vierbeiner nicht am falschen Ende gespart werden. Der Sand ist bei allen Plätzen die wichtigste Grundlage. Er muss federn, langlebig sein und nicht zum Rutschen führen, hier sollte also nicht am Geld gespart werden. Dies ist ein Anbieter für Reitplatzbau.

Ist man in der Lage eventuell vieles mit der Stallbelegschaft selbst in Angriff zu nehmen schafft man es für einen 20 X 40 m Platz auch mal bei unter 10.000 € zu bleiben, wenn man die günstigsten Alternativen nimmt.

Beauftragt man allerdings eine Firma mit dem Bau eines Reitplatzes kann sich der Preis auch oft auf über 30.000 € bis 40.000 € (je nach Modell des Platzes) ziehen.

Abschließend bleibt zu sagen, der Bau eines Reitplatzes sollte gut überlegt und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein damit man wirklich den Platz hat, der alle Wünsche erfüllt.

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